claim
FMI

Die Geschichte des Friedrich Miescher Instituts


Zukunftsorientierte biomedizinische Forschung

Das Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research wurde am 10. April 1970 auf Initiative von zwei unabhängigen Unternehmen, der Ciba Aktiengesellschaft und der J.R. Geigy AG, als Stiftung gegründet. Benannt ist das Institut nach dem Basler Wissenschaftler Friedrich Miescher (1844-1895), dem es als Erstem gelang, Nukleinsäuren in reiner Form zu gewinnen.
Erster Direktor des Instituts war Prof. Dr. Hubert Bloch, ehemaliger Leiter der pharmazeutischen Forschungsabteilung der Ciba Aktiengesellschaft in Basel, Professor für Mikrobiologie und Immunitätslehre an der Universität Basel und Mitglied des Nationalen Forschungsrates des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
In der Gründungsurkunde wurden die Ziele des Instituts folgendermassen festgehalten: "Neben der Verfolgung und Förderung der Grundlagenforschung in Biochemie und Medizin sollen junge Forschende aus aller Welt die Möglichkeit bekommen, wissenschaftliche Forschung zu betreiben." Die revolutionären Entwicklungen der DNA-Technologien und der molekularen Genetik waren für diese Schwerpunktsetzung ausschlaggebend. Es spricht für die visionäre Sicht der Gründer, dass auch heute noch die damals festgelegte Ausrichtung auf die Bereiche Tumorbiologie, Neurobiologie und Stoffwechselregulation durch Hormone Gültigkeit hat.

Neuer Interessensschwerpunkt Pflanzenbiologie

1976 wurde ein weiterer Forschungsschwerpunkt - die Pflanzenbiologie - eingerichtet. Auf diesem Gebiet manifestierten sich die ersten konkreten Ergebnisse der Molekulartechnologie. Die langjährige Forschungstätigkeit des FMI in Bereichen wie Pflanzenentwicklung, der Wirkung von Pflanzenhormonen und der Wechselwirkung von Pflanzen und Mikroben hat zu neuen praktischen landwirtschaftlichen Anwendungen geführt. Nachdem das Agrobusiness von Novartis ausgelagert wurde und als Syngenta AG ein eigenständiges Unternehmen bildete, verschob sich der Schwerpunkt der pflanzenwissenschaftlichen Forschung des FMI zunehmend auf den Bereich der Epigenetik.

Neuer Schwerpunkt Epigenetik

Heute, unter der Leitung von Prof. Dr. Susan Gasser, nimmt das FMI weltweit eine führende Rolle in der Krebsforschung, der Neurobiologie und der Epigenetik ein. Diese Forschungsrichtungen werden von den neuesten Techniken, speziell der Bioinformatik und des "Life Cell Imaging", unterstützt.

About this site2018 © FMI Basel Switzerland