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November 06, 2012

Mohamed Bentires-Alj mit Robert-Wenner-Preis 2014 ausgezeichnet

Die Krebsliga Schweiz ehrt heute den FMI-Gruppenleiter Mohamed Bentires-Alj mit dem Robert-Wenner-Preis. Der Robert-Wenner-Preis gehört zu den prestigeträchtigsten Auszeichnungen der Schweiz auf dem Gebiet der Krebsforschung. Mohamed Bentires-Alj konnte die Jury mit seiner innovativen und in der Klinik häufig Anwendung findenden Brustkrebs-Forschung ebenso überzeugen wie mit seinem unermüdlichen Engagement für die Onkologie-Gemeinschaft auf der ganzen Welt.

Mohamed (Momo) Bentires-Alj und seine Forschungsgruppe am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI) erforschen die grundlegenden biochemischen und zellbiologischen Mechanismen bei der Entstehung und beim Fortschreiten von Brustkrebs. Sein besonderes Interesse gilt der Entwicklung von normalen und neoplastischen Brustzellen, Metastasen und den Resistenzmechanismen bei Therapien. Dank der Arbeit von Mohamed Bentires-Alj konnten mehrere neue Behandlungsansätze ermittelt werden. Zudem half er, das Bewusstsein für mögliche Probleme zu schärfen. Er hat unter anderem SHP2 als kritischen Faktor bei Brustkrebsformen identifiziert, die mit einer schlechten Prognose einhergehen, und beschrieben, wie diese Phosphatase tumorauslösende Zellen erhält und damit das Wachstum des Tumors stützt und Metastasen induziert. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Novartis Institutes for Biomedical Research (NIBR) hat er Resistenzmechanismen bei metastasierendem Brustkrebs identifiziert und Strategien empfohlen, um diese mithilfe einer Kombinationstherapie zu umgehen. Erst kürzlich wies er nach, wie der Abbruch einer potenziellen Brustkrebstherapie (CCL2-Hemmung) die Krankheit verschlimmert.

Die Jury des Robert-Wenner-Preises hob die herausragende Qualität von Mohamed Bentires-Aljs Forschungsarbeit hervor und zeigte sich ebenso beeindruckt vom unermüdlichen Einsatz des Forschers, Brücken zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung zu schlagen. Mohamed Bentires-Alj agiert in einem starken internationalen Netzwerk von Krebsforschern. Er ist Gründer und Vorsitzender des European Network for Breast Development and Cancer (ENDBC), das den weltweiten Austausch zwischen Laboren fördert, die auf den Gebieten Brustentwicklung und Brustkrebs tätig sind. Zudem ist er Mitbegründer des Basel Breast Consortium (BBC), das sich der Förderung lokaler Projekte der Grundlagenforschung, klinischen Forschung sowie der translationalen und interdisziplinären Forschung widmet.

Mohamed Bentires-Alj hat Pharmazie an der Universität Lüttich in Belgien studiert und dort später auch seine Doktorarbeit geschrieben. Bereits damals wurde seine Forschungsarbeit gewürdigt: Seine Doktorarbeit wurde mit zwei Preisen ausgezeichnet. Anschliessend ging er ins Labor von Prof. Benjamin G. Neel am Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston (Lehrkrankenhaus der Harvard Medical School) und erforschte die Rolle von Phosphatasen bei Krebs. 2006 wurde er als Junior-Gruppenleiter beim FMI tätig. Im Laufe seiner Karriere wurde er mit zahlreichen Forschungspreisen ausgezeichnet, darunter der Dora-Seif-Preis für Krebsforschung (2012), der diesjährige EACR-Award von Susan G. Komen for the Cure, der Proffered Paper Award des EACR-23 und der Novartis Select Award. Im Jahr 2009 konnte sich Mohamed Bentires-Alj eines der heiss begehrten «ERC Starting Grants» des Europäischen Forschungsrats (ERC) sichern.

Der Robert-Wenner-Preis wurde 1973 vom Basler Gynäkologen Robert Wenner geschaffen, um herausragende junge Wissenschaftler in der Krebsforschung zu ehren. Er ist einer der angesehensten Preise in der Krebsforschung und wird einmal im Jahr von der Krebsliga Schweiz verliehen. Der Preis ist mit CHF 100'000 dotiert: 80'000 für ein Forschungsprojekt und 20'000 zur freien Verfügung des Preisträgers.

Kontakt
Dr. Mohamed Bentires-Alj, bentires@fmi.ch, Tel. +41 61 697 54 93
Sandra Ziegler Handschin, sandra.ziegler@fmi.ch, Tel: +41 61 696 15 39

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